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veröffentlicht: 24.02.2010 | Autor: Uhren Herzog
Rubrik: Sonstiges | Leser bisher: 582 | ohne Bewertung

  

Uhren gibt es bereits seit der Antike. Jedoch haben die damals hauptsächlich verwendeten Sonnen- und Wasseruhren noch wenig mit den heutigen Armbanduhren gemeinsam. Erst mit der Entwicklung der Räderuhr im Mittelalter wurden die Grundlagen für die Funktionsweise heutiger Uhren gelegt. Weitere wichtige Entwicklungsschritte folgten in der Zeit der Renaissance. Zum einen wurde das Uhrgehäuse zum festen Bestandteil von Uhren, die sich im häuslichen Gebrauch befanden. Die Abdeckung sollte eigentlich das empfindliche Uhrwerk vor Staub und Abnutzung schützen, mit der Zeit wurde es jedoch immer mehr zur Ausdrucksfläche von Geschmack und Mode. Teilweise trat sogar die eigentliche Funktion der Zeitmessung hinter den dekorativen Aspekt zurück. Zum anderen erfolgte in der Renaissance eine fortlaufende Verkleinerung der Uhren. Möglich wurde diese Entwicklung durch neue Erfindungen, andere Materialien und bessere Werkzeuge. Zum Beispiel ermöglichte die Verwendung von Messing eine erhebliche Verkleinerung der Zahnräder. Der Einbau einer Feder als Energiespeicher brachte die Unabhängigkeit vom Aufstellort mit sich. Für eine weitere Revolution sorgte Peter Henlein, der 1504 einen verkleinerten Federantrieb mit einem speziellen Hemmmechanismus kombinierte und auf diese Weise die Uhr auf Taschengröße schrumpfen lassen konnte. Seit dieser Entwicklung konnte die Uhr ihren Träger ständig begleiten und an jedem Ort die richtige Zeit anzeigen. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurden schließlich die ersten Taschenuhren mit Spindelhemmung produziert. Die bedeutendsten Zentren der Uhrmacherkunst lagen in England, Frankreich und Deutschland, wo zahlreiche Meister Stücke von außerordentlicher Qualität fertigten und sich gegenseitig stets mit neuen Erfindungen übertrafen. Grundsätzlich lassen sich seit dieser Zeit die zwei Grundtypen der ortsfesten Großuhr und der tragbaren Kleinuhr unterscheiden, deren Entwicklungswege sich trennten und an die ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt wurden. Aus der Kleinuhr entwickelten sich auch die heutigen Armbanduhren, die sich noch einmal in Herren- und Damenuhren aufspalteten.






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