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veröffentlicht: 08.03.2010 |
Autor: Sabine Wenzel
Rubrik: Mode | Leser bisher: 73 | ohne Bewertung
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Einer von vielen Belegen dafür, dass die Uhrenbaukunst der Schweizer bereits frühzeitig weltweit bekannt war, ist die Verwendung eidgenössischer Maschinen bei der Herstellung von Citizen Uhren in den 1920er Jahren. Die 1918 als Shokosha Tokei Kenkyusho in Tokio, Japan, gegründete Firma hatte sich extra schweizerische Werkzeuge kommen lassen, um – ab 1924 unter dem Namen Citizen Watch – Uhren zu produzieren. Mit dem Export begann man 1936. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg setzte das Unternehmen vollends zur Eroberung des Weltmarktes an. Dazu gehörten entwicklungstechnische Erfolge wie die erste Armbanduhr mit Weckfunktion aus Japan (1958), die Stimmgabeluhr (1970), eine Armbanduhr mit elektromechanischem Werk (erstmals in Japan 1966) und die erste LCD-Quarz-Armbanduhr. Die Entwicklungen im Bereich von Taucheruhren und die Verwendung von Titan für das Uhrengehäuse zeigen, dass die Innovationskraft noch nicht gelitten hat. Heute steht Citizen bei der Herstellung von Uhren und Uhrwerken weltweit an der Spitze. Uhrwerke des Herstellers, die in anderen Uhren verbaut sind, können am Markennamen Miyota identifiziert werden. Legendär sind die Rekorde der Taucheruhren, zum Beispiel erreichte 1983 eine Citizen mit Quarzsteuerung eine Tiefe von 1300 Metern. Citizen war es auch, der die Tauchergemeinde mit dem ersten in eine Armbanduhr eingebauten elektronischen Tiefenmesser beglückte (Mitte der 1980er Jahre). Heute ist Citizen Watch ein Tochterunternehmen in dem Konzern Citizen Holdings, zu dem beispielsweise auch die Herstellermarke Q&Q gehört. Unter diesem Namen (Qualität und Quantität) begann man schon 1976 bei Citizen Uhren herzustellen. Diese Marke, die sich vorrangig auf Quarzarmbanduhren mit analoger Anzeige konzentriert, hat noch vor der Jahrtausendwende die enorme Zahl von 20 Millionen verkauften Exemplaren erreicht. Man könnte durchaus sagen, Citizen ist als Produzent von Uhren und Uhrwerken vielleicht nicht immer in aller Munde, da Konkurrenzunternehmen auch immer mal ein Erfolg in den Medien gelingt, aber Citizen ist an vielen Armen zu finden. Citizen steht so weniger für das Schmuckaccessoire, sondern für die im Alltag bewährte Uhr. Dass die mit schweizerischen Maschinen eingeläutete Zuverlässigkeit der Citizen Uhren nach wie vor sprichwörtlich ist, verdankt das Unternehmen einem seltenen Fund im Jahre 1983 am australischen Long Reef Beach. Eine 1977 hergestellte Uhr mit Automatik-Werk war beim Tauchgang verlorengegangen und wurde nun – überzogen mit Entenmuscheln – wiedergefunden. Sie funktionierte noch.
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