Frank Gehry ist ein bekannter us-amerikanischer Architekt, dessen Namen auch viele außerhalb der Architekturszene kennen. Der Künstler wurde im Jahr 1929 in Kanada geboren, und schloss 1954 in Los Angeles sein Architektur-Studium ab.
Obgleich er schon 1967 sein erstes eigenes Architekturbüro gründete, blieb der Künstler zunächst weitgehend unbekannt. Erst Anfang der 70er Jahre erregte er weltweit Aufmerksamkeit, allerdings nicht mit Architekturkunst, sondern durch seine außergewöhnlichen Möbel, die aus Pappe und Wellblech konstruiert waren. Zunächst waren sie als erschwingliche Alternative zu Designmöbeln gedacht, sie waren aber aufgrund ihres innovativen Designs so begehrt, dass sie schon nach kurzer Zeit zum begehrten Markenartikel wurden.
Mit dem Aufschwung der kalifornischen Architekturszene in den 80er Jahren folgten dann auch die ersten Architekturerfolge, die zunächst wenig Beachtung fanden, weil sie eher unspektakulär ausfielen. Erst als Frank Gehry in Europa tätig war, um eine Skulptur für das olympische Dorf zu entwerfen, nutzte er die Gelegenheit, und wagte erstmals Experimente. Dabei setzte er kurioserweise auf europäische Technik – CATIA (Computer Aided Three-Dimensional Interactive Application) eine Computer-Aided-Design-Software, die vom französischen Rüstungskonzern Dassault für Konstrukteure im Flugzeugbau entwickelt wurde, eignete sich ideal, um die komplexen Formen, die Gehry sich immer vorgestellt hatte, in konkrete Architektur zu verwandeln.
CATIA gab Frank Gehry die Möglichkeit, alle Entwürfe, die bis dahin aussschließlich in seiner Fantasie existierten, technisch umzusetzen und seine bekannten atemberaubenden Gebäudeformen zu entwerfen. Gehry nutzte CATIA (damals CATIA V4, inzwischen wahrscheinlich CATIA V5) für die verschiedensten Einsatzzwecke: Das Nationale-Nederlanden-Gebäude, das Guggenheim-Museum in New York, die DisneyConcert Hall in Los Angeles, und die Gehry-Bauten am Düsseldorfer Hafen wurden mit Hilfe der Software aus dem Flugzeugbau konstruiert.
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