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veröffentlicht: 08.10.2010 |
Autor: edle.troepfchen
Rubrik: Essen & Trinken | Leser bisher: 641 | ohne Bewertung
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Vom Tellerwäscher zum Millionär. Diese amerikanische Erfolgsgeschichte wiederholt sich auch heute noch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Viele Deutsche zieht es noch immer in dieses Land, in dem es scheinbar keine Grenzen gibt. Nur eines gibt es in Amerika nicht: Eine ordentliche Küche, gutes Bier und trinkbaren Wein. So ist es wenig verwunderlich, dass in amerikanischen Restaurants vermehrt deutsche Köche am Herd stehen. Denn wenn ein Restaurant in die Elite aufsteigen will, wenn ein Restaurant plötzlich mit hohen Staatsgästen konfrontiert wird, dann sind die Köche aus Deutschland erste Wahl. Ein Beispiel ist das "City Tavern Restaurant" in Philadelphia. Dieses Lokal wurde bereits 1773 gegründet und zählt somit zu den ältesten Restaurants in den USA. Es rühmt sich damit, dass bereits die Gründerväter der Vereinigten Staaten in diesem Restaurant gesessen und über die Verfassung gestritten haben. Walte Staib ist Wirt der "City Tavern“. Der gebürtige Pforzheimer orientiert sich an alten amerikanischen Rezepten. In seinem Restaurant kann wie zu Zeiten von George Washington oder Benjamin Franklin essen. Das Personal ist historisch gekleidet und serviert alte Biersorten, die schon die Gründerväter getrunken haben. Für sein Engagement für die altamerikanische Küche ist der Deutsche in den USA landesweit bekannt geworden. In seiner Küche werden meist deftige Speisen angeboten. Seine Spezialität ist Truthahn nach einem Originalrezept von Martha Washington, der Frau des ersten Präsidenten der USA, George Washington. Zu erhalten ist aber auch Schwetzinger Spargel und Schlachtplatte. Historisch korrekt? Ja, denn die Deutschen waren und sind in Philadelphia so zahlreich, dass diese Speisen authentisch sind. Immer mehr setzt sich in Amerika die Deutsche Küche, deutsches Bier und deutscher Wein durch. Ein weiteres Beispiel ist das "Little America" in Salt Lake City. Umso verwunderlicher im Mormonen-Staat Utah im Westen der USA, in dem eigentlich Genuss verpönt ist. Seit den Olympischen Winterspiele 2002 wurden dort die Gesetze gelockert und immer mehr Restaurants entstanden in der Mormonen-Hauptstadt. Nur unweit vom "The Little America Hotel" entfernt wird Bier gebraut. Nach deutschem Reinheitsgebot, selbstverständlich. Dass nun nördlich des Arches-Nationalparks Wein angebaut wird, gilt als Sensation. „Die Geschäfte mit deutschem Bier und deutschem Wein laufen sehr, sehr gut in den USA“, sagt ein Kenner. Und „Potential nach oben“ sei noch immer.
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