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veröffentlicht: 08.03.2011 |
Autor: bertmein
Rubrik: Auto | Leser bisher: 154 | ohne Bewertung
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Betrachtet man die Debatte um E10 in den letzten Tagen, so tritt ein offenkundiges Kommunikationsproblem zutage. Weder Befürworter noch Gegner des neuen Kraftstoffes konnten ihre Argumente in der Öffentlichkeit sauber vermitteln. Zurück bleibt unter anderem auch ein Imageschaden für Politik, Wirtschaft und Interessenverbände. In der Bevölkerung bleibt ein Misstrauen gebenüber weiteren Experimenten mit Alternativtreibstoffen zurück. Die Etablierung von Ethanol und Ethanolgemischen auf dem deutschen Markt bleibt weiter ungewiss. Nicht erst jetzt treten auch Stimmen auf, die an der tatsächlichen Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit dieser von der Politik forcierten Alternative Zweifel anmelden. Monokulturen zur Befriedigung des unstillbaren Hungers nach Treibstoff für LKW, PKW und Maschinen - so stellen sich Umweltschützer das sicher nicht vor. Skepsis besteht auch mit Blick auf einer andere alternative Antriebsform, der Elektromobilität. Angesichts des hiesigen Energiemixes, kommen einigen kritischen Geistern schnell Bedenken ob der Umweltfreundlichkeit von Elektroautos. Schützen wir die Umwelt indem wir Autos mit Strom "betanken" der unter anderem in Atomkraftwerken produziert wird? Sicherlich nicht! Wer jedoch genauer hinsieht, wird feststellen, dass Ökostrom ebenso angeboten wird, wie die Lade-Technik die ihn für Elektroautos verfügbar macht. Gefragt wären also auch hier wieder Kommunikationskünste um dies zu vermitteln. Ansonsten droht bei jedem Schritt weg von derzeitigen Mobilitätsformen ein ähnliches Chaos wie nun beim E10-Fiasko. Förderlich für den Umweltschutz wäre dies mit Sicherheit nicht.
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