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Titel Artikeltext    Erweiterte Suche
veröffentlicht: 06.06.2011 | Autor: m.kaufmann
Rubrik: Auto | Leser bisher: 425 | ohne Bewertung

  

In den letzten Jahren haben Hagelniederschläge zugenommen, was natürlich auch bedeutet, dass auch die Zahl der Autos, die einen Hagelschaden erlitten haben, gestiegen ist. Für Fahrzeugbesitzer und Versicherungen sind riesige Schäden entstanden.

Zwischen den einzelnen Fällen können erhebliche Unterschiede bestehen: nicht jeder PKW erleidet die selben Schäden. Neben der Anzahl der Hageldellen bestimmen folgende Faktoren das Ausmaß der Hagelschäden:

-      Durchmesser des Hagelkorns

-      Masse des Hagelkorns

-      Aufprallgeschwindigkeit

-      Aufprallwinkel

-      Aufprallort an der Karosserie

-      Konstruktion des Außenblechs

-      Material des Außenblechs

-      Dicke des Außenblechs

Masse, Durchmesser und Aufprallgeschwindigkeit der Hagelkörner sind eng miteinander verwandt, aber die Schadessumme hängt oft weniger von den drei Faktoren ab, als man denken mag. Sehr große Hagelkörner können zwar die Karosserie eines Fahrzeugs massiv beschädigen, doch in den meisten Fällen verursachen kleine und mittlegroße Hagelkörner die meisten Schäden an PKWs. Der Aufprallwinkel der Körner kann so schräg sein, dass es zur Entstehung von Dellen an Wölbungen des Blechs und schwer zugänglichen Stellen des Autos kommt. Die Dicke und Materialart des Blechs sind auch ausschlaggebend, da einige Blecharten einfach und andere sehr schwer zu reparieren und restaurieren sind.

Wenn das Fahrzeug durch Hagel beschädigt worden ist, besteht Versicherungsschutz in der Kfz-Teilkaskoversicherung. Neben den Hageldellen übernimmt die Versicherung auch die Kosten für die Reparatur von Hagel verursachten Glasschäden. Besonders kulante Versicherungen stellen für die Zeit der reparatur ein Mietauto zur Verfügung. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert beim Versicherer nachzufragen.

Hagel tritt nur lokal auf und ist auf bestimmte Regionen beschränkt. In diesen Gebieten führen Versicherungen kurze Zeit nach dem Hagelschauer Sammelgutachten durch. Autobesitzer sollten daher ihren Hagelschaden so schnell wie möglich der Versicherung melden, damit das Auto bei dem Sammelgutachten untersucht wird. Lange Bearbeitungszeiten fallen dadurch aus und der Autobesitzer erhält schon sehr bald nach dem Hagelschaden einen Scheck von der Versicherung.

Lange Zeit konnten beschädigte Fahrzeuge nur durch Lackieren wieder instand gesetzt werden.

Bei der Beseitigung von Hageldellen durch Lackieren gibt es zwei Vorgehensweisen:

  1. Bei diesem Verfahren werden Hageldellen großflächig angeschliffen. Danach wird ein Füllspachtel aufgetragen und sobald er getrocknet ist, glatt gescliffen und der Decklack wird aufgetragen.
  2. Hier wird das Blech durch einen Brenner erhitzt, wodurch sich die Hageldelle nach außen wölbt. Die Wölbung wird mit einer Feile abgeschliffen und neuer Lack wird aufgetragen.

Die Nachteile des Lackierens waren, dass die Fahrzeuge durch die Neulackierung an Wert verloren haben und die Reparaturkosten waren im Vergleich Ausbeulen sehr hoch.

Die sanfte Methode der Hagelschaden Reparatur setzte sich erst in den letzten Jahren durch. Vor allem die Versicherungen drängten auf die Verbeitung der Methode. Der Begriff Ausbeulen beschreibt die sanfte Methode nur unzureichend. Die Dellen können neben dem Herausdrücken mit Hebeln und dem Klopfen mit dem Hammer auch mit Hilfe von Heißkleber aus dem Blech gezogen werden. Die Methode wird anhand des Ortes gewähltn dem sich die Delle befindet, denn nicht alle Stellen an der Karosserie sind gleich gut zugänglich.

Die Vorteile der sanften Methode:

-      kostengünstig

-      kein Wertverlust

-      schnelle Instandsetzung der Fahrzeuge

-      umweltfreundlich






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