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In den letzten Jahren haben Hagelniederschläge zugenommen, was natürlich
auch bedeutet, dass auch die Zahl der Autos, die einen Hagelschaden erlitten
haben, gestiegen ist. Für Fahrzeugbesitzer und Versicherungen sind riesige
Schäden entstanden.
Zwischen den einzelnen Fällen können erhebliche Unterschiede bestehen:
nicht jeder PKW erleidet die selben Schäden. Neben der Anzahl der Hageldellen
bestimmen folgende Faktoren das Ausmaß der Hagelschäden:
- Durchmesser des Hagelkorns
- Masse des Hagelkorns
- Aufprallgeschwindigkeit
- Aufprallwinkel
- Aufprallort an der Karosserie
- Konstruktion des Außenblechs
- Material des Außenblechs
- Dicke des Außenblechs
Masse, Durchmesser und Aufprallgeschwindigkeit der Hagelkörner sind eng
miteinander verwandt, aber die Schadessumme hängt oft weniger von den drei
Faktoren ab, als man denken mag. Sehr große Hagelkörner können zwar die
Karosserie eines Fahrzeugs massiv beschädigen, doch in den meisten Fällen
verursachen kleine und mittlegroße Hagelkörner die meisten Schäden an PKWs. Der
Aufprallwinkel der Körner kann so schräg sein, dass es zur Entstehung von
Dellen an Wölbungen des Blechs und schwer zugänglichen Stellen des Autos kommt.
Die Dicke und Materialart des Blechs sind auch ausschlaggebend, da einige
Blecharten einfach und andere sehr schwer zu reparieren und restaurieren sind.
Wenn das Fahrzeug durch Hagel beschädigt worden ist, besteht
Versicherungsschutz in der Kfz-Teilkaskoversicherung. Neben den Hageldellen
übernimmt die Versicherung auch die Kosten für die Reparatur von Hagel
verursachten Glasschäden. Besonders kulante Versicherungen stellen für die Zeit
der reparatur ein Mietauto zur Verfügung. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert
beim Versicherer nachzufragen.
Hagel tritt nur lokal auf und ist auf bestimmte Regionen beschränkt. In
diesen Gebieten führen Versicherungen kurze Zeit nach dem Hagelschauer Sammelgutachten
durch. Autobesitzer sollten daher ihren Hagelschaden so schnell wie möglich der
Versicherung melden, damit das Auto bei dem Sammelgutachten untersucht wird.
Lange Bearbeitungszeiten fallen dadurch aus und der Autobesitzer erhält schon
sehr bald nach dem Hagelschaden einen Scheck von der Versicherung.
Lange Zeit konnten beschädigte Fahrzeuge nur durch Lackieren wieder instand
gesetzt werden.
Bei der Beseitigung von Hageldellen durch Lackieren gibt es zwei
Vorgehensweisen:
- Bei diesem
Verfahren werden Hageldellen großflächig angeschliffen. Danach wird ein
Füllspachtel aufgetragen und sobald er getrocknet ist, glatt gescliffen
und der Decklack wird aufgetragen.
- Hier wird das
Blech durch einen Brenner erhitzt, wodurch sich die Hageldelle nach außen
wölbt. Die Wölbung wird mit einer Feile abgeschliffen und neuer Lack wird
aufgetragen.
Die Nachteile des Lackierens
waren, dass die Fahrzeuge durch
die Neulackierung an Wert verloren haben und die Reparaturkosten waren im
Vergleich Ausbeulen sehr hoch.
Die sanfte Methode der Hagelschaden Reparatur setzte sich erst in den
letzten Jahren durch. Vor allem die Versicherungen drängten auf die Verbeitung
der Methode. Der Begriff Ausbeulen beschreibt die sanfte Methode nur
unzureichend. Die Dellen können neben dem Herausdrücken mit Hebeln und dem
Klopfen mit dem Hammer auch mit Hilfe von Heißkleber aus dem Blech gezogen
werden. Die Methode wird anhand des Ortes gewähltn dem sich die Delle befindet,
denn nicht alle Stellen an der Karosserie sind gleich gut zugänglich.
Die Vorteile der sanften Methode:
- kostengünstig
- kein Wertverlust
- schnelle Instandsetzung der Fahrzeuge
- umweltfreundlich
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