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veröffentlicht: 26.03.2008 |
Autor: Maurice
Rubrik: Sicherheit | Leser bisher: 398 | ohne Bewertung
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Wie S.M.A.R.T. in der karibischen Sonne hätte helfen können!
Ein Erfahrungsbericht von Ernst Eder, passiert in Kolumbien
Glücklich jeder, der dieses Gefühl nicht kennenlernen muss.
Ich arbeitete an einem großen Projekt zur Einführung eines weltweit netzwerkbasierten PBX (Private Branch Exchange) Telefonnetzes für ein multinationales Unternehmen. Der Erfolg dieses Projektes kann jährlich ca. 1,5 Mio Euro Kommunikationskosten sparen helfen.
Um das Projekt in Ruhe aufzusetzen, erklärte ich mich bereit, einen Teil meines Urlaubs in der Karibik zu opfern und an dem Projekt zu arbeiten. Da ich einen wireless router mithatte, konnte ich wunderbar draußen in der Wärme sitzen und arbeiten.
Nach der ersten Woche plötzlich ein Flimmern auf dem Bilschirm und ein Absturz. OK dachte ich mit meiner bereits karibisch angehauchten Gelassenheit, fahre ich den Computer einfach wieder hoch. Es dauerte zwar ewig lange, aber letztendlich funktionierte er wieder. Die weitere Arbeit machte keinen Spaß mehr, da das Abspeichern ewig lange dauerte. Also hörte ich auf und dachte, morgen ist auch noch ein Tag. Und was für ein Tag! Beim Booten wurde die Festplatte nicht mehr erkannt. Ich wurde blass unter der Sonne! Natürlich hatte ich kein back up gemacht von der Arbeit während des Urlaubs. Ich war ja nicht im Büro bei meiner dock-in-station, die mir die Daten automatisch auf dem Server der Firma speichert.
Was tun? Als erstes baute ich die Festplatte aus. Es war eine Toshiba mit 80 GB Speicher. Ehrlich, ich konnte nichts verdächtiges entdecken. Gut, also was konnte ich machen? Eine Datenrettung musste her! Zumindestens musste ich meine Daten wieder haben, wenn ich an den Schreibtisch zurückkehrte.
Also ab in`s Internet (Gott sei Dank hatte das Hotel einen Anschluß nutzbar für Gäste). Jetzt hatte ich das nächste Problem! Die Zeitverschiebung und die hohen Auslandsgesprächkosten! Das entdeckte ich einen Datenretter der einen Chat anbietet und außerhalb der Geschäftszeiten wird dies einfach in eine e-mail umgewandelt! Das tat ich und tatsächlich war um 19°° Uhr europäische Zeit noch jemand im Büro. Ich schilderte meinen Fall und die Erklärung war natürlich sehr einfach:
Moderne Festplatten haben ein eigenes integriertes Überwachungssystem namens S.M.A.R.T. (self-monitoring, analysis and reporting technology). Dieses System misst unterschiedliche Parameter unter anderem auch die Temperatur der Festplatte. Übersteigt nämlich die Temperatur der Festplatte einige Zeit das vom Hersteller festgelgte Limit (Threshold), dann können Teile auf dieser Festplatte defekt werden. Im Falle meiner Toshiba – Festplatte ist das wahrscheinlich der Controller auf der Festplatte. Ein einfacher Austausch der Elektronik hilft in diesem Moment nicht, da die Firmware (man könnte auch sagen, das Betriessystem der Festplatte) individuelle Einstellungen hat und das Betriebssystem einer anderen baugleichen Festplatte speziell meine nicht mit den notwendigen Informationen versorgen kann, um zu initialisieren und Zugang zu den Daten zu gewähren.
Mit anderen Worten: Der Festplatte wurde es einfach zu heiß, ich habe das nicht gemerkt, und jetzt ist sie kaputt.
Weiter wurde mir erklärt, dass die Daten natürlich noch vorhanden sind und im Labor ohne weitere Probleme ausgelesen werden können.
Ich freute mich natürlich sehr über die Information, aber wie bringe ich jetzt die Festplatte zuverlässig zum Datenretter? Das war ganz einfach: Dieses Unternehmen organisierte einen Abholdienst durch einen Kurierservice. Der kam bereits am nächsten Tag zuverlässig und holte mein kleines Päckchen ab. Ich genoss noch den Rest der Woche in der Karibik und hatte nach meiner Rückkehr die Daten wieder zur Verfügung und konnte weiterarbeiten. Der Name des Datenretters?
RSE Datenrettung, Düsseldorf
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