Der Markt der Onlinegames wächst. Zu erkennen ist dies nicht zuletzt daran, dass inzwischen sogar teure Werbeplätze im TV von den Entwicklern der Onlinegames gebucht werden. Spiele wie Skyrama, Zoomumba oder Farmerama sind keine Unbekannten mehr. Branchenbeobachter erwarten auch eine bevorstehende Explosion am Markt der Onlinegames. Eine Steigerung von satten 31 % im Jahr 2009 war erst der Anfang, denn selbst im Jahre 2010 und allem Anschein nach, auch im Jahr 2011, springen die Steigerungsraten immer weiter gen Himmel. Der Markt der herkömmlichen PC Spiele wiederum sinkt leicht. Eine schwache Stagnation lässt darauf schließen, dass Spieler ihren Spielen nach wie vor treu bleiben und mit den Onlinegames außerdem ein zusätzlicher Markt erschlossen wurde. Während die Hardcore-Gamer, also Spieler, die auf besondere Aufgaben, grafische Effekte und eine fesselnde Spieltiefe beharren, weiterhin ihren PC Spielen treu bleiben, wurde gerade für Casual-Gamer, also Gelegenheitsspieler, welche einen verhältnismäßig leichten Grad der Schwierigkeit bevorzugen und auch nicht Stunden durchgehend vor dem PC sein möchten, mit diesen Onlinegames eine faszinierende Alternative geschaffen. Da Casual-Gamer vor der Onlinespiezeit in der Regel verhältnismäßig wenig Geld für PC Spiele ausgegeben haben, fällt der Markt der PC Spiele auch nur relativ wenig. Während Analysten unserer Unterhaltungsindustrie eine weitere, schwache Stagnation der PC Spiele in den folgenden Jahren vermuten wird ein weiterer Anstieg bei Onlinegames bis übernächstes Jahr auf über 100 Prozent prognostiziert. Spätestens wenn sich diese Zahlen bewahrheiten, ist Explosion ganz bestimmt der richtige Ausdruck in dem Kontextdieser Beziehung.
Die Macht der social Networks
Für den Aufschwung dieser Spiele sorgen zum Großteil die sozialen Netzwerke wie damals das VZ Netzwerk, welches in Deutschland sehr verbreitet war, bis Facebook die vielen Nutzer an sich zog. Und sogar in Googles verhältnsimäßig jungen social Network Google+ wurden Onlinegames längst integriert. Die Nutzer verbringen einen großen Teil ihrer Zeit auf social Networks mit dem Spielen von Onlinegames. Somit wird der Langeweile Killer zur Trafficmaschine für die sozialen Netzwerke. Da die Onlinespiele-Welt nie still steht und selbst dann, wenn der User ausgeloggt ist, weiterläuft, besitzt der Benutzer ein gesteigertes Verlangen danach, nach dem Spielstand zu sehen, wozu er sich aber im sozialen Netzwerk einloggen muss. Dass es für gewöhnlich nicht bei dem Spielvergnügen bleibt, sondern eben obendrein die zusätzlichen Angebote der sozialen Netzwerke genutzt werden, belegt, dass nicht nur die Hersteller von Onlinegames davon profitieren, sondern auch die Betreiber der sozialen Netzwerke. Nicht zuletzt bekommt beispielsweise Facebook einen nicht gerade geringen Umsatzanteil den diese Spiele durch Facebook generieren. Genaue Zahlen liegen jedoch nicht vor und sind für gewöhnlich auch separat mit den jeweiligen Herstellern der Onlinegames und den sozialen Netzwerken vereinbart worden.
Onlinegames sind immer gratis?
Zwar sind Onlinegames erst einmal kostenlos und bleiben dies in der Theorie auch, doch werden den Spielern recht früh unterschiedliche Zusatzangebote angeboten, exklusive Premiuminhalte im Spiel aktivieren zu können für die er aber Geld bezahlen muss, insofern er diese benutzen möchte. So können einige virtuelle Güter zum Beispiel nur mit einer Premiumwährung, also einer zusätzlichen Währung im Spiel, bezahlt werden. Von der ersten Spielwährung verdienen sich die Spieler dann im Laufe der Spieldauer so viel, dass das Ausgeben fast unmöglich scheint, währnd es oft entweder gar keine Möglichkeit gibt, die Premiumwährung zu erwerben, oder aber nur durch unheimlich viel Spiel- und Zeiteinsatz. Auch wenn es nicht zwingend nötig ist, die Premiumwährung zu kaufen, fehlen den Spielern, die kein echtes Geld für das Onlinegame ausgeben möchten, interessante Gegenstände die einiges an Spielspaß ausmachen werden. Viele Spieler lehnen es zwar ab, echtes Geld zu bezahlen um ein Onlinegame mit allen Facetten spielen zu können, jedoch geben immerhin 53 Prozent der Spieler etwa 9 bis 39 Euro im Monat für ihr Spiel aus und auch ein großer Teil der Spieler von diesen Spielen gibt mindestens einmalig einen kleinen Betrag für das Onlinegame aus um die Premium Inhalten nutzen zu können.
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