|
Unternehmen, die eine neue ERP-Software kaufen oder zum
ersten Mal nutzen möchten, stehen vor einer großen Herausforderung.
Allein für den deutschen Markt gibt es über 300 Anbieter.
Wie lässt sich feststellen, welcher geeignet ist?
Wichtig ist es, zuerst zu überlegen, welche Vorteile die
ERP-Software haben sollte. Dabei gibt es je nach Branche große Unterschiede. Lösungen
für Projektmanagement haben andere Schwerpunkte als Software für Handel oder
Produktion. Und auch für beispielsweise ein Handelsunternehmen gibt es
unterschiedliche Lösungen, je nachdem, mit welchen Waren Handel getrieben wird.
Wer beispielsweise tiefgekühlte Lebensmittel verkaufen möchte, braucht spezielle
Anforderungen an sein Lager - und muss beispielsweise auch das Haltbarkeitsdatum
berücksichtigen.
Um zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, sind
ERP-Infoportale eine gute Erstanlaufstelle. Diese bieten unabhängig – und in
der Regel kostenlos! – wichtige Informationen zu Anbietern und Kosten. Auch
wird auf manchen Portalen erläutert, wie ein Pflichtenheft aussehen kann. In
dem Pflichtenheft wird festgelegt, welchen Anforderungen die Software gewachsen
sein muss. Wichtig ist zum Beispiel, dass zuerst geklärt wird, ob die Software
überhaupt die technischen Voraussetzungen besitzt, um mit der bisher genutzten
Hard- und Softwarestruktur kompatibel zu sein. Dies trifft vor allem dann zu,
wenn im Unternehmen Linux oder MAC-Systeme genutzt werden.
Wichtig ist auch die Frage, was für ein Kostenmodell in
Frage kommt. Soll die Software gekauft oder gemietet werden? Mietsoftware enthält
teilweise auch umfassende Supportleistungen. Die ERP-Software-Auswahl wird
sicherlich nicht leichter, sondern im Gegenteil immer schwerer, je mehr
Anbieter dazukommen. Deswegen ist es wichtig, sich frühzeitig zu informieren,
welche Lösungen auf dem Markt sind – und sich unternehmensintern mit allen
zukünftigen Usern abzustimmen, welche Leistungen das System auf jeden Fall haben
soll.
|