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veröffentlicht: 09.10.2011 |
Autor: bertmein
Rubrik: Hobbies | Leser bisher: 58 | ohne Bewertung
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Wer sich ausgiebig mit einer Kompaktkamera beschäftigt wird irgendwann Grenzen erkennen. Gewisse Brennweiten oder Auflösungen lassen sich auch mit den spezialisiertesten Kompaktmodellen nicht mehr erreichen. Man erkennt, dass man eine Kamera mit Wechseloptik benötigt. Durch passende Objektive lassen sich mit einer Systemkamera alle fotografischen Situationen und Perspektiven meistern. Und an dieser Stelle beginnt man normalerweise das erste Mal zu rechnen. Lohnt es sich vielleicht am Anfang mit einem Gebrauchtmodell Vorlieb zu nehmen? Möglicherweise tut es das auf rein fachlicher Ebene. Aber hinterher werden durch Objektivkäufe ja ohnehin Zusatzkosten entstehen. Also greift man dann meistens doch zu einem verhältnismäßig preisgünstigen aktuellen Einsteigermodell.
In der Regel erwirbt man seine persönliche Einsteigerkamera dann auch in Kombination mit einem Kit-Objektiv. Einem Standardzoom wenn alles normal läuft. Mit diesem lässt sich dann schon eine Brennweite abdecken innerhalb der man einiges ausprobieren kann. Es sei denn man spezialisiert sich sofort und schafft direkt ein Makro- oder Teleobjektiv an. Der Normalknipser wird allerdings erstmal mit einem Standardzoom loslegen. Aber bereits nach kurzer Zeit stellt man fest, dass schon vor den ersten zusätzlichen Objektiven Erweiterungen der Ausstattung notwendig sind. Denn wie soll man seine Kamera transportieren, oder wie schafft man zusätzliche Beleuchtung? Und an dieser Stelle realisiert man spätestens auf welch teuren Spaß man sich da eingelassen hat.
Selbst eine funktionale Kameratasche kostet mindestens zwanzig Euro, Blitzgeräte, Stative oder Filter sind auch nicht gerade preisgünstig. Aber wenn man einmal angefangen hat bricht man nicht mehr ab. Es entwickelt sich eine Bereitschaft Geld auszugeben. Für viele Fotografen heisst dies in anderen Belangen sparen. Nicht jeder Mensch verfügt ja über ein Vermögen. Und eben das ist das Ungerechte. Denn viele Menschen schrecken diese Preise von Anfang an ab. Und tatsächlich gehen an vielen von ihnen talentierte Fotografen und Fotografinnen verloren. Das ist schade, aber eigentlich auch Anlass zu ein bisschen Trotz. Denn zur Not kann man auch mit einer Kompakt- oder Bridgekamera für weitaus günstigeres Geld passable Fotos machen. So erwirbt man zumindest die Übung.
Vielleicht klappt es eines Tages ja auch für die derzeit Mittellosen. Dann können auch sie sich einreihen in die Menge der freiwillig unfreiwillig spendablen Fotografen. Die Beschwerde bleibt dann ohnehin dieselbe: Man hat einfach zu wenig Geld!
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