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veröffentlicht: 10.10.2011 |
Autor: Dentaprime
Rubrik: Medizin | Leser bisher: 56 | ohne Bewertung
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Ein Zahnimplantat übernimmt beim Verlust eines oder mehrerer Zähne die Funktion der Zahnwurzel. Das Zahnimplantat wird im Kiefer verankert und auf ihm werden die Kronen, Prothesen und Brücken befestigt. Man unterscheidet einteilige und mehrteilige Implantate. Titan und Keramik sind bei der Herstellung von Zahnimplantaten die gebräuchlichsten Materialien. Zu den Vorteilen von Zahnimplantaten zählen die hohe Verweildauer und ihre stabilisierende Wirkung auf den Kiefer.Osseointegration: der Einheilungsprozess von ZahnimplantatenDas im Kieferknochen verankerte Zahnimplantat bildet mit dem umgebenden Knochengewebe einen festen und unlösbaren Verbund auf molekularer Ebene. Um diese durch Osseointegration gewonnene Primärstabilität noch zu erhöhen, verfügen Zahnimplantate häufig über aufgeraute Oberflächen oder sie werden alternativ dazu mit der im Knochen vorkommenden Substanz Hydroxylapatit beschichtet.Zahnimplantate aus Keramik, Titan und Zirkonoxid-KeramikNachdem Keramik bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts ein populäres Material bei der Herstellung von Zahnimplantaten war, hat sich seither die Verwendung von Titan durchgesetzt. Hochreines Titan zeigt eine überlegene, auch als Biokompatibilität bekannte Körperverträglichkeit und minimiert zusätzlich das Frakturrisiko im Implantat: Die Elastizität von Titan kommt der des Knochengewebes im Kiefer nahezu gleich. In jüngster Zeit findet Keramik in Form von Zirkonoxid-Keramik wieder verstärkt Verwendung bei der Herstellung von Zahnimplantaten. Zirkonoxid-Keramik zeichnet sich aus durch zuverlässige Bruchsicherheit aus, zeigt hohe Biokompatibilität und ruft insbesondere keine Allergien hervor. Ein- und zweiteilige ZahnimplantateDie Basiskomponente eines Zahnimplantats ist der Implantatkörper, der im Kiefer befestigt wird. Am häufigsten verwendet man heute einschraubbare Implantatkörper. Daneben gibt es Extensionsimplantate. Diese werden in einen präparierten Schlitz im Kiefer eingesetzt und sind mit Löchern versehen, durch die das Knochengewebe hindurchwächst und so die Stabilität erhöht. Zweiteilige Implantate bestehen neben dem Körper aus einem separaten Aufbauteil als Verbindungselement zwischen Körper und Zahnersatz. Bei einteiligen Implantaten ist dieses Aufbauteil in den Implantatkörper integriert. Zweiteilige Zahnimplantate werden heute wegen der genaueren Anpassung an die individuellen Gegebenheiten zumeist bevorzugt. Einteilige Implantate kommen hingegen vor allem als Zirkonoxid-Implantat und in Form von Mini-Implantaten mit weniger als 3mm-Durchmesser zum Einsatz.
Markus Fischer service@dentaprime.com
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