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Hanf ist ein interessanter nachwachsender Rohstoff. Für die Landwirtschaft ist die Pflanze aus mehreren Gründen von Interesse. Zunächst wächst Hanf sehr schnell. In nur hundert Tagen ist die Pflanze erntebereit. Hanf ist bekannt für die reißfesten Fasern. Weniger bekannt ist jedoch, dass bei der Fasergewinnung wertvolle Schäben anfallen, aus denen Spanplatten oder Dämmstoffe (auch Schüttdämmungen) hergestellt werden können.
Neben dem Rohstoffaspekt hat die Hanfpflanze aber auch noch einen Aspekt, der weniger bekannt ist. Hanf liefert auch wertvolle Lebensmittel. Die Hanfnuss enthält wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Aus der Nuss kann ein sehr gesundes Pflanzenöl gepresst werden. Dieses findet nicht nur Verwendung in der Küche, sondern auch in der Kosmetikindustrie.
Ein dritter Aspekt des Hanfs ist der medizinische. Aus den Blüten können Medikamente für verschiedenste Indikationen gewonnen werden. Die britische Firma GW Pharmaceuticals forscht z.B. an Medikamenten gegen Multiple Sklerose und andere Krankheiten.
Aufgrund dieser verschiedenen Anbauziele ist Hanf eine sehr viel versprechende Rohstoffpflanze für Landwirte in aller Welt.
Auf der Abnehmerseite ist besonders die Automobilindustrie für die Hanffasern hervorgehoben. Aber auch die Bauindustrie zeigt großes Interesse, weil die Nachfrage nach ökologisch korrekten Baustoffen in aller Welt zunimmt. Der Faserertrag pro Hektar ist bei Hanf deutlich größer als bei anderen Faserpflanzen.
Klaus-Martin Meyer
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