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Sie müssen davon ausgehen, das Ihr Bildmaterial Schäden aufweist. Jede Farbschicht unterliegt einem anderen Alterungsprozess, was unweigerlich einen Farbstich zur Folge hat. Durch Temperaturschwankungen entstehen Punktdefekte. Beim Einsortieren, Übereinanderlegen oder Transportieren bleiben auf der empfindlichen Oberfläche Kratzer zurück. Auch Staubablagerungen werden Sie nicht restlos entfernen können.
Die Firma Eastman Kodak hat das auch erkannt und die "digital ICE technology" entwickelt. Bei diesem Verfahren wird das Bildmaterial vor dem Scannen mit einem Infrarotstrahl auf Erhebungen ( Staub ) und Vertiefungen ( Kratzer ) abgetastet. Die zugehörige Software fügt dann automatisch Farben aus der Umgebung der Schadstelle ein und macht so die Defekte unsichtbar.
Ein Scanner mit ICE-Technik ist nicht unter 500 € zu haben. Weitere 500 € müssen eingesetzt werden um Software für die Farbrestauration zu kaufen.
Fazit, es ist finanziell nicht sinnvoll sein Bildmaterial selber zu scannen. Bleibt noch der Discounter im Drogeriemarkt, die Preise sind verführerisch und ICE wird natürlich auch eingesetzt. Aber, ICE und Farbrestauration sollte auf jedes Bild manuell abgestimmt werden, nur so werden Ihre Bilder ohne Qualitätsmängel digitalisiert. Trauen Sie das Ihrem Discounter zu? Nein, dann sollten Sie einen Scanservice für Fotos, Dias, Negative beauftragen, der ausdrücklich eine manuelle Bearbeitung garantiert.
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