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Finanzdialog: Herr Frick, Sie haben schon im Februar im
Interview mit der größten Schweizer Tageszeitung „Der Tagesanzeiger“ gesagt,
dass uns, was das Geschehen an den Börsen angeht, noch das Schlimmste
bevorsteht. Wie sehen Sie die Situation an den Börsen, insbesondere für das 2.
Halbjahr 2008?
Markus
Frick: Ich bleibe bei meiner
Meinung. Die Finanzkrise hat das Schlimmste noch vor sich. Denn bei den Banken
dreht sich alles nur um ein Thema: Geld, Geld, Geld und nochmals Geld. Auf
Grund der Verluste sieht man bei den Banken eine Kapitalerhöhung nach der
anderen. Geld zu beschaffen ist die Hauptaufgabe, und wie man an der US-Bank
Lehman Brothers sieht, ist das auch nicht so einfach. Denn die Banken haben
durch die US-Notenbank günstiges Geld bekommen, aber sie geben es nicht aus.
Man wird sehen, ob sich das im zweiten Halbjahr ändert. Aber die Finanzkrise
wird uns noch über das Jahr 2008 hinaus beschäftigen.
Finanzdialog: Welche Bedeutung hat die Abgeltungssteuer bei
Ihren Investitionsentscheidungen?
Markus
Frick: Die Abgeltungssteuer sollte
in Betracht gezogen werden, aber nicht vorrangig. Ich persönlich bin seit
November sehr skeptisch und die Abonnenten meiner börsentäglich erscheinenden
Email-Hotline haben davon profitiert. Allerdings warne ich jetzt davor, nur
wegen der Abgeltungssteuer langfristig in eine Einzelaktie zu investieren. Die
Zeiten sind eindeutig vorbei, in denen man Aktien kaufen kann und diese Jahre
lang liegen lassen sollte. Aus diesem Grund sollte man die Abgeltungssteuer
beachten, aber nicht über seine Anlageentscheidungen stellen!
Finanzdialog: Der DAX ist seit Anfang des Jahres um etwa 20%
gefallen. Trotzdem konnte man auch hier mit ausgewählten Titeln gutes Geld
verdienen. Was haben Sie beispielsweise den Abonnenten Ihrer täglichen Email-Hotline
diesbezüglich empfohlen?
Markus
Frick: Stockpicking war das
Zauberwort und mit MAN St., Klöckner & Co, Phoenix Solar, Solon und
Elexis haben meine Abonnenten schönes Geld verdienen können, wenn die
Gewinne entsprechend realisiert wurden. Und man muss auch sagen, dass wir durch
unsere Zurückhaltung Ende des Jahres 2007 und auch in den ersten Monaten des
laufenden Jahres kein Geld verloren haben.
Das war der große Vorteil der Email-Hotline-Abonnenten
und der Money Money-Zuschauer, denn so mussten wir keine Verluste aufholen. Auf
meiner Homepage www.markus-frick.de kann
man dieses kostenlos nachlesen!
Finanzdialog: Optionsscheine und Zertifikate bilden zur
Aktienanlage interessante Alternativen. Was empfehlen Sie Ihren Abonnenten?
Markus
Frick: Ich warne Anleger immer
wieder, die versuchen, die Aktienverluste mit Optionsscheinen aufholen zu
wollen. Ich habe schon zu viele Börsenredakteure kennen gelernt, die finanziell
daran zu Grunde gegangen sind. Ich bevorzuge ETFs. Gerade ETFs sind auch interessant
bezüglich der kommenden Abgeltungssteuer!
Finanzdialog: Herr Frick, noch eine allgemein gehaltene Frage.
Ihre Veröffentlichungen, was Bücher und andere Medien angeht, waren in der Vergangenheit
sehr erfolgreich. Gibt es schon einen Erscheinungstermin für einen neuen
Bestseller?
Markus
Frick: Im Herbst wird ein neues
Buch von mir kommen, in dem es sehr viel zu erzählen gibt, nach den turbulenten
Jahren, die ich erlebt habe. Ich denke, es gibt einiges zum Klarstellen und so
viele neue Informationen, die jeder Anleger kostenlos im Internet nutzen kann.
Ich bin überzeugt, dass auch mein neues Buch vielen Lesern weiterhelfen wird!
Finanzdialog: Jeden Samstag, um 11.30 Uhr, läuft Ihre Börsen
TV-Show Money Money auf Ihrer Homepage www.markus-frick.de
und anderen Webseiten. Ist eine tägliche Sendung geplant?
Markus
Frick: Ich bin sehr glücklich,
dass meine Sendung so gut bei den Zuschauern angenommen wird. Die ersten beiden
Sendungen hatten über 100.000 Abrufe, was sehr viel ist. Durch das TV-Archiv
haben die Zuschauer auch die Möglichkeit, sich alle bisher ausgestrahlten
Sendungen anzuschauen und somit sorgt meine TV-Show Money Money für eine Transparenz,
die wohl einzigartig ist. Eine tägliche Sendung plane ich nicht, weil es meine
Email-Hotline täglich zu lesen gibt und das alleine macht schon sehr viel
Arbeit.
Finanzdialog: Vielen Dank für das Interview.
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