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veröffentlicht: 12.07.2008 | Autor: poldi4567
Rubrik: TV & Video | Leser bisher: 352 | ohne Bewertung

  
Nahezu alle Mobiltelefone sind zwar heutzutage mit einem Internetanschluss ausgestattet und bieten auch akzeptable Bildschirmgrößen und Soundfunktionen um Fernsehfunktionen nutzen zu können, im Vergleich zu HandyTV bringt dies jedoch einige Nachteile mit sich. Zum einen wären da die Unkosten, die entstehen, sobald man sich von unterwegs über ein Telefonnetz wie etwa UMTS ins Internet einwählt. Pauschale Flatrateangebote sind im Mobile Internet noch weit geringer verbreitet und verhältnismäßig kostenaufwändiger als Internetflatrates im Festnetz. Desweiteren eigenen sich Mobilfzunknetze aus technischer Sicht nicht besonders zur Übertragung von TV-Daten, da sie eine 1 zu 1 Verbindung darstellen. Das bedeutet jeder Beteiligte kann gleichzeitig senden und empfangen. Das hört sich zunächst gut an bedeutet aber auch, dass die zur Verfügung stehende Bandbreite zwischen allen Teilnehmern geteilt werden muss. Die Menge der Beteiligte ist also demnach per se begrenzt. Daher hat man für HandyTV optimierte Übertragungsnetze entwickelt - als erstes DMB (Digital Multimedia Broadcasting) und kurz darauf DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds).
Bei der Bei Rundfunknetzen wird, genau wie beim altbekannten Fernsehempfang, ein Rundfunksignal an alle Teilnehmer ausgesendet, ohne das die Nutzeranzahl die Übertragungsleistung beeinflusst. Den Empfängern steht dabei allerdings kein Rückkanal zur Verfügung. Für Interaktionen müssen dann nach wie vor die Funknetze verwendet werden. Desweiteren lassen sich  über Rundfunknetze ausschließlich Übertragungen per Stream realisieren, wo sich der User in ein laufendes Fernsehprogramm einwählt. Ein Zeitversetztes Angebot ist technisch nicht möglich. Momentan wird in Deutschland ein großflächiges DVB-H Netz aufgebaut. Für eine Gebühr von vermutlich 5 bis 10 Euro pro Monat kann man dann bis zu 20 TV-Kanäle per Handy empfangen.
Eine weitere Option für mobiles TV ist der Empfang von TV Signalen per DVB-T. DVB-T ist in den meisten großen Städten empfangbar. Bis vor kurzum galt DVB-T als zu stromhungrig für Handy-Akkus. Seit kurzem gibt es aber auch Mobiltelefone, die über einen DVB-T Empfänger verfügen.




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