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Durch den Übertragungsweg erklärt sich vieles: Läuse können nicht springen und nicht fliegen, jedoch sind sie hervorragende Kletterer und Krabbler. Sie übertragen sich über den direkten Weg von Haar zu Haar. Das ist auch der Grund, warum die Kopfläuse sich häufig in Grundschulen und Kindergärten witerverbreiten. Denn Kinder stecken oft ihre Köpfe zusammen – zum Beispiel beim Spielen, Tuscheln und Kuscheln.
Die Unwissenheit der Betroffenen udn Angehörigen über Übertragungswege und Bekämpfung (z.B. durch Läusemittel) von Kopfläusen, Larven und Nissen ist meist schuld daran, dass sich die kleinen Tierchen schnell weiterverbreiten.
Ernährung der Kopfläuse
Eine Kopflaus ernährt sich nur vom menschlichen Blut. Sie sticht alle 2 - 3 Stunden mit ihrem Stechsaugrüssel in die Kopfhaut des Menschen und hinterlässt dort mit Ihrem Speichel einen Wirkstoff, der eine vorzeitige Gerinnung des Blutes verhindert. Sehr oft wird durch diesen Speichel dann ein Juckreiz ausgelöst. Die Folgen des Kratzens können Entzündungen und Hautausschläge sein.
Kopfläuse Erkennen
Die weibliche Kopflaus ist braun-bräunlich gefärbt und etwa so groß wie ein kleines Stecknadelköpfchen. Sie lebt ungefähr 30 Tage, Männchen etwa 15 Tage und legt in dieser Zeit um die 150 bis 300 Eier (Nissen). Diese werden von ihr dicht an der Kopfhaut im Haar verklebt. Sie sind gleichmäßig oval geformt und in etwa so groß wie ein Sandkorn.
Nach acht Tagen schlüpfen aus den Nissen die Larven, die sich dann dreimal häuten und nach zehn bis zwölf Tagen geschlechtsreif sind und sich weiter vermehren.
Kopfläuse Bekämpfen
Zur Bekämpfung werden verschiedenste Methoden angewandt. Zum einen die mechanische Entfernung mittels Nissenkamm (Läusekamm), die elektro-mechanische Behandlung mit elektrostatisch aufgeladenen Kämmen („Bug Busting“) und zum anderen die chemische Entfernung mit Läusemitteln.
Leider wird die Wirksamkeit von Neurotoxinen gegen Läuse wird immer fragwürdiger, da sich durch den massiven, weltweiten Einsatz von Insektiziden resistente Stämme der Kopflaus entwickelt haben. Wissenschaftliche Untersuchungen aus Dänemark zeigen, dass über 2/3 der Kopfläuse gegen dort häufig verwendete chemische Insektizide resistent geworden sind. Steigenden Verkaufszahlen bei Läusemitteln könnten nun ausschließlich für eine Zunahme der Neuerkrankungen sprechen, weisen aber eher auf einen Rückgang der Wirksamkeit herkömmlicher Mittel hin. Genaue Zahlen aus Deutschland liegen bisher noch nicht vor.
Durch die zunehmenden Resistenzen bei den herkömmlichen Läusemitteln sind nun Alternativen gefragt: Zum Beispiel Läusemittel mit einem physikalischem Wirkprinzip - Diese sind silikonhaltige Präparate, die auf Dimeticon und mittelkettigen Triglyceriden basieren. Das Läusemittel dringt durch diese Wirkstoffe tief in die Atemöffnungen der Läuse, Larven und Nissen ein und sie ersticken.
Diese Wirkweise ausser dem Vorteil, die Resistenzbildung der Läuse komplett auszuschließen und die behandelten Kinder werden nicht mehr den oft auftretenden Nebenwirkungen der chemischen Keule ausgesetzt.
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