Religion ist ein Schulfach, schon sei t Jahrzehnten. Kinder,
die keiner Konfession angehören, besuchen das Fach Ethik. Dieses Fach steht
auch Schülern und Schülerinnen offen, die zwar einer Konfession angehören, zu deren
Konfession aber kein Religionsunterricht angeboten wird. Betroffen hiervon sind
in Deutschland alle nicht-christlichen Konfessionen.
Seit langem wird dies als Manko beklagt, doch der
Ethik-Unterricht soll hier einen Ausgleich schaffen und besonders auf die
anderen Weltreligionen eingehen, die es neben dem Christentum gibt. Zu den
Weltreligionen zählen der Islam, der Buddhismus, das Judentum, der Hinduismus
sowie der Daoismus.
Die, betrachtet man die Zahl der Anhänger, größte Religion,
ist zweifellos das Christentum. Dieses spaltet sich allerdings indie römisch-katholische Kirche, die orthodoxe
Kirchen sowie die protestantischen Kirchen und christlichen Freikirchen auf.
Diese Aufspaltung ist allerdings keine Besonderheit der
christlichen Religion. Wir finden sie in allen Religionen. So gibt es etwa im
Islam die sunnitische und schiitische Glaubensrichtung. Das Judentum kennt
konservative, liberale und orthodoxe Gemeinden, der Buddhismus ein sogenanntes großes und kleines Kloster.
Dass in Deutschland das Christentum ein eigenes Schulfach
als Unterrichtsfach bekommen hat, ist historisch und kulturell begründet. In
Deutschland lebten und leben weit mehr Christen als Anhänger anderer Religionen.
Dennoch wird die Ökumene immer weiter ausgebaut, d.h. der Dialog zwischen den
Religionen. Das Fach Ethik ist ein Schritt in diese Richtung.
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